Was hilft?

Angesichts gewaltiger Naturkatastrophen, wie sie in den letzen Wochen, Monaten und Jahren geschehen, frage ich mich oft, was man als Einzelner tun kann? Wie kann ich helfen, welche Schlüsse soll ich ziehen, was steht mir, als Mensch für eine Handlung an, was verlangt meine Gesinnung von mir? Fragen, welche nicht leicht zu beantworten sind. Wenn man völlig verblasst angesichts der schieren Größe der Not, der Trauer, der Zerstörung, des Leids. Aber mir kommt da manchmal eine Geschichte in den Sinn, die mir hilft, mich aufzuraffen:

An einem großen Strand sind eines Morgens, nach einer Sturmflut, hunderttausende von Seesternen angeschwemmt worden, welche nun – unfähig selbst zurück ins Meer zu kommen – dem Tod geweiht sind. Ein alter Mann blickt von den Klippen auf den Strand hinab und beobachtet einen kleinen Jungen, der alleine und unter Aufbietung aller seiner Kräfte verzweifelt  in diesem Chaos einen Seestern nach dem anderen aufhebt und sie ins Meer zurück trägt. Der Mann ist berührt von der Bemühung des Jungen und geht zum Strand hinab um ihn zu trösten. „Das ist gut gemeint, mein Junge,“ sagt der Alte. „Doch es nützt ja nichts!“. Der Junge jedoch blickt dem Mann in die Augen und sagt, während er einen weiteren Seestern zurück ins Wasser setzt: „Allen nützt es natürlich nichts, aber diesem hier, diesem nützt es!“