Und noch ein Loch

300 Kilometer Fahrstrecke durch Bayern und davon über 100 Kilometer auf Strassen, welche wegen massiver Fahrbahnschäden auf 60 oder 70 km/h beschränkt sind. Löcher auf den Autobahnen, Teerstücke auf jeder Landstraße. So sehen Bayerns Straßen derzeit aus. Mir geht es nicht um die Beschränkung der Geschwindigkeit, sondern um die offensichtliche Tatsache, dass unsere Kommunen und der Freistaat in allen Belangen zu wenig investieren, um unsere teuer erkaufte Infrastruktur am Leben zu erhalten. Verkehrsminister Ramsauer hat zwar gerade zugegeben, das die Bahn mit Investitionen seit Jahren zurückliegt und deshalb derzeit einiges im Argen liegt mit Service, Technik und so weiter. Aber – ebenso wie bei der Bahn – fragt man sich, wie der Staat, das Land und die Kommunen Milliarden in größenwahnsinnige, umstrittene und ungesicherte Projekte investieren wollen und auf der anderen Seite die bestehende Infrastruktur sang- und klanglos „den Bach runter“ gehen lassen. Was hilft eine neue Brücke, eine sechsspurige Autobahn, ein Güterterminal, wenn die Zubringer, die Bundesstraßen, die Staats- und Landstraßen sich in Schlagloch übersäte Asphaltgeländestrecken verwandeln. Hier nicht reparieren zu können, weil keine Mittel vorhanden sind und an anderer Stelle – gegen den Willen Vieler – Monsterprojekte mit viel Geld (welches ja real gar nicht vorhanden ist) umzusetzen, das ist wahrlich schizophren.