Der Klang der Pferde

Wenn man als Mensch mit Pferden zusammen ist, sollte man sich dessen bewusst sein, dass jedes Zusammensein (ich vermeide hier das Wort „Arbeit“) beim Pferd einen Eindruck hinterlässt. Man hinterlässt Spuren und stößt etwas an. Das kann man vielleicht mit dem Berühren einer Glocke vergleichen. Ein leichtes, oberflächliches Berühren wird nur eine kleine Resonanz hervorrufen. Ein festes Anstoßen erzeugt einen lauten Klang. Das Repertoire ist unermesslich. Ob der Klang sauber und rein ist, hängt auch von der Beschaffenheit der Glocke ab. Hat diese einen Riss – z.B. durch heftiges Schlagen – wird man keinen schönen Klang und auch keinen lang anhaltenden, schönen Ton mehr hören können. Ist die Glocke aber von Grund auf gepflegt und versteht man die Resonanzen richtig zu erzeugen, wird man nicht aufhören, über die Töne, die man so bekommt, zu staunen. Und ist man eingespielt, wird man virtuos ein Glockenspiel in Gang setzen können, welches einem mehr gibt, als man jemals investiert hat. Das geht bei weitem über jedes einfache Echo hinaus (welches bekanntermaßen nicht mehr sein wird, als man hinein ruft).