Schneller, weiter, hoeher…

Das ist übigens nicht der olympische Gedanke, sondern, das, was heute daraus gemacht wird. Es ging ja ursprünglich mal um

„…Vermittlung zwischen nationalen und internationalen Sportorganisationen zur Unterstützung des allgemeinen Sports und von Wettkämpfen insbesondere Kooperation mit öffentlichen und privaten Organisationen zur Integrierung des Sports als Nutzen für die Menschheit. Förderung des Frauensports in allen Bereichen und auf allen Stufen mit dem Ziel der Gleichberechtigung zwischen Mann und Frau. Kampf gegen jede Form der Diskriminierung. Kampf gegen Doping. Widerstand gegen alle Formen kommerzieller Ausbeutung des Sports und der Athleten. Unterstützung der ethischen Werte im Sport und des Fair Plays…“ (Zitat de.wikedia.org zum olympischen Gedanken).

Es ist völlig unverständlich, dass alle zwei Jahre (Winter- und Sommerspiele im Wechsel) mit gewaltigem und völlig unangemessenem Aufwand an immer neuen Stellen auf der Welt, Sportstätten geschaffen werden, um sich selbst (also das IOC) zu feiern und unglaubliche Kommerzorgien zu feiern (anders kann man die kommerzielle Ausschlachtung, die ja übrigens im krassen Gegensatz zu den Grundgedanken steht) ja kaum bezeichnen. Den sportlichen Gedanken könnte man auch an einer Sportstätte praktizieren – vermutlich sogar besser, denn man könnte dort alles so gestalten, wie es die Sportler benötigen – kurze Wege, gute soziale und logistische Strukturen und  schöne, praxisgerechte Sportstätten. Mit Wahnsinns Summen bewerben sich heute Staaten und Städte, gehen notfalls über „Leichen“. Sie riskieren Friede und Natur um auch etwas vom Kuchen der Werbung, der Sponsoren und dem Glamour abzubekommen. Ein Schelm, wer da an Bestechung, Machtmißbrauch und andere unangenehme Begleiterscheinungen denkt. Aber es soll doch um Sport gehen, oder? Der ist inzwischen allerdings auch dem Leistungszwang komplett unterworfen. Nur der Erste zählt, wird in hunderten Interviews gezeigt und ausgequetscht. Nummer zwei, drei oder gar vier kennt man am nächste Tag nicht mehr. Von wegen „Dabei sein ist alles!“. Das zählt nur für die Großen dieser Welt. Jeder Gschwoischädl und jede Metropole muss dabei gewesen sein. Die Teilnehmer sind nicht wichtig. Doping und psychische sowie physische Schäden der Menschen sind die Folge. Einige wenige können „gewinnen“ und viele opfern sich auf.

Ich wäre für eine Abschaffung des olympischen Wanderzirkus. Das freigewordene Geld gehört meiner Ansicht nach in eine sinnvolle Sportförderung. Man könnte damit soviel Gutes tun: Sportprogramme für die Ärmsten der Welt, Bewegung für Senioren, Sportstätten als Allgemeingut in strukturschwachen Ländern, usw. Alle Funktionäre sollten ein festes und auch ausreichendes Salär für Ihre Leistungen bekommen, aber sich nicht für ihre Zustimmung zu einer Vergabe der Durchführung bezahlen lassen. In unserer Zeit hat sich das Modell des wechselnden Olympia-Standorts doch wirklich überholt und man könnte wieder zum Ursprung zurück. Im klassischen Olympia wurde auch immer an denselben Stätten Sport betrieben. Die ganze Welt wäre zu Besuch (so ein Standort könnte ja auch eine Chance für ein armes Land in Bezug auf Arbeit und Anerkennung sein) und könnte sich auf das „Miteinander“ konzentrieren. Kein sinnloser Landverbrauch mehr, keine irrwitzigen Bauprojekte, keine unglaublichen Geldverschwendungen mehr… Vielleicht würde sich die FIA mit Ihren Formel 1 Rennen der Idee anschließen und Milliarden an Reisekosten sparen. Vielleicht auch die FIFA mit Ihren Weltmeisterschaften (oder spielen Fußballer wirklich lieber einmal bei 50°C in Katar und das nächste Mal bei -30°C  in Spitzbergen? Wenn dort Öl gefunden wird, haben die auch genug Geld um ein „neutrales Urteil“ für Ihr Land zu „bewirken“!). Anschauen kann man das alles ja sowieso im Fernsehen! Mein Motto wäre dann: „Schöner, fairer, besser…“

Es faehrt ein Zug nach nirgendwo

„Bahnchef sieht Investitionsbedarf.“ Wie schön! Da werden die Probleme der Bahn, wie stundenlange Verspätungen wegen Schneefall, schlecht gewartete Fahrzeuge, Kreislaufkollaps wegen ausgefallener Klimatisierung oder die generelle Gleichmütigkeit gegen Kunden (ich habe hier lange nach einer positiven Formulierung für „absolutes Desinteresse gegenüber der Kundschaft“ gesucht) doch  gleich viel erträglicher. Man spricht von einer Investitionslücke von sagenhaften 40 Millionen Euro.

Mein Gott, Herr Grube! Sie verbuddeln gerade in Stuttgart einige Milliarden Euro für einen mehr als fragwürdigen Bahnhof während in ganz Deutschland veraltete Weichen zufrieren mit dem Eis, welches man sich im Sommer in den Abteilen zur Kühlung wünschen würde. Nebenstrecken werden geschlossen oder verkauft, weil keine tragfähigen Konzepte vorliegen (während privat betriebene Strecken plötzlich wieder funktionieren!). Personal wird eingespart an allen Ecken und Enden und Service wird bei der Bahn zwar immer noch groß geschrieben aber leider nirgendwo mehr praktiziert.

Warum hat denn keiner bei der Bahn oder in der Politik das Rückgrat, ein solches unfinanzierbares Projekt wie z.B. Stuttgart 21 zu stoppen und erst mal gründlich den Investitionsstau zu beseitigen. Dann wäre die fällige Dividende für den Staat in Höhe von ein paar hundert Millionen  ja auch kein Problem mehr. Da muss man ja nicht lange nachdenken um darauf zu kommen, dass diese Dividende, falls sie nicht ausbezahlt wird, wieder einem Geschenk der Steuerzahler an einen Großkonzern gleich kommt. Denn die Löcher, welche diese Dividende stopfen soll, werden dann halt einfach mit anderen Steuereinnahmen gestopft, während die dadurch erzielte Einsparung der Bahn höhere Gewinne beschert (daraus resultieren übrigens höhere Bonuszahlungen an die Topmanager, die natürlich willkommener sind, als zufriedene Gäste – zumindest solange man ein Monopol unter dem Schutz der Politik ausweiden kann).

Und was ist eigentlich aus dem Beförderungsauftrag der Bahn geworden? Alle Politiker hatten bei der Privatisierung der Bahn ja quasi tausend Eide geschworen (gut – man weiß, das dies weniger Wert ist, als der Wetterbericht von vorgestern), dass das Interesse der Fahrgäste stets oberste Priorität haben wird.  Wie die Bahn die Prioritäten geändert hat zeigt wieder einmal, wie machtlos die Politik gegen Wirtschaftsinteressen ist.

30 Jahre und kein bisschen leise…

Die Biermösl Blasn und Gerhard Polt feierten ihr 30jähriges Bühnenjubiläum. Die Berichte dazu waren super – wie halt die Blosn und der Polt generell. Wie oft haben uns die vier gezeigt, das man mit einer kritischen Haltung nicht alleine steht. Wie liebenswert haben sie selbst staatstragende Probleme dargestellt und auch vor großen Institutionen nicht gekuscht (wie z.B. der römisch katholischen Kirche) . Mir gefällt diese Art und man kann nur gratulieren! Hier kann man etwas mehr erfahren: Homepage der Biermösl Blasn oder Homepage von Gerhard Polt

Urlaubsgruesse von Daheim

jetzt wird es dunkel in Bayern :o)

Einen wirklich guten Jahresstart haben wir in den letzten Tagen erlebt:

– Naturereignis – die partielle Sonnenfinsternis hat uns begeistert. Nicht so sehr, weil wir zu den Wenigen gehörten, die sie Wetter bedingt gut und wirklich schön beobachten konnten, nicht so sehr weil wir sie am Frühstückstisch sitzend beobachten konnten. Sondern weil diese Sonnenfinsternis kommt und geht, ohne das wir Menschen da etwas beeinflussen können oder behaupten, es zu können. Selbst die CSU hat nicht behauptet, diese SoFi organisiert zu haben, um die Mehrheitsverhältnisse in Bayern in ihrem Sinne positiv zu beeinflussen – quasi schwarz ist „in“ – sogar die Sonne trägt schwarz 😮

– Kulturereignis – durch Zufall und die Einladung einer guten Freundin dürfen wir an der Kirchenprobe des begnadeten Organisten Gerhard Gnann teilhaben. Dieses Gefühl war sehr erhebend, als die Orgel, seinen Eingaben folgend, den stillen und mit nur wenigen Menschen besetzten Kirchenraum ausfüllte. Die relative Dunkelheit, die uns Besucher umgab, verstärkte noch die auditive Kraft. Ein schöner und ergreifender Moment. Probehören bei Amazon

-Vereinsereignis – unser alljährlicher Sternritt zur kleinen Waldkapelle Maria Tann. Die sehr schöne Stimmung im Wald mit Schnee, Pferden, Hunden, Eseln und den vielen friedlichen Menschen ist einfach umwerfend. Bilder dazu gibt es unter www.pferdefreunde-petting.de

– Familienereignis – Geburtstagsfeier einmal anders. Aufstieg zur Kugelbachalm, Einladung Kaffee und Kuchen da dort mit guter Unterhaltung und viel Spaß und die abschließende Abfahrt mit den Schlitten. Das war sehr schön!

Tanz verbindet…

Da reist ein Typ um die Welt und tanzt an allen möglichen und unmöglichen Orten ein bisschen. Dann fängt er an, darüber Filmchen zu drehen und stellt diese ins Internet. Die Filme werden tausende Male geklickt und Matt – der Tänzer – wird berühmt. Nun reiste er wieder und bezieht die Menschen vor Ort mit in den Tanz ein. Daraus entstand ein Dokument, welches einen irgendwie in seinen Bann zieht. Es gibt schon Nachahmer, die von tollen Erlebnissen berichten, wenn man Fremde zum Tanz auffordert! Ausnahmslos positive Erfahrungen.

Lasst Euch inspirieren oder geniest einfach den Reiz dieses Videos:

Von Ja- und Neinsagern

Bei vielen örtlichen Projekten hier in Südostbayern – wie auch bei Großprojekten und anderen Vorhaben der Wirtschaf und Politik – suchen und finden Bürger vermehrt Wege und Möglichkeiten auch Ihre Einwände geltend zu machen. Leichtfertig werden sie für Ihr Engagement (welches in einer Demokratie ja eigentlich unverzichtbar ist. Ist aber ein anderes Thema) von den Politikern als notorische „Nein-Sager“ abgestempelt. Ich möchte hier nur kurz ausführen, wie kurz gesprungen solche Aussagen sind:

– Was ist falsch daran, seine Meinung kund zu tun, auch wenn Sie nicht die Meinung ist, die sich unsere „Volksvertreter“ für einen reibungslosen Ablauf der Projekte wünschen?

– Was soll man von einem Volksvertreter halten, der die Kundgabe der Bürgermeinung  polemisch als verquere und böswillige Kampagne irgendwelcher Spinner abtut?

Ich möchte keine Politiker und Wirtschaftsgrößen haben, die nur alles abnicken, was Ihnen „eine Etage“ höher vorgestellt wird, was Profit in die eigene Taschen wirtschaftet oder gerade gut in den Ablauf passt. Ich wünsche mir Menschen mit einem gefestigten Willen, die auch mal gegen den Strom schwimmen, um Neues zu bewegen, alte Gleise zu verlassen und Seilschaften zu sprengen. Sind es nicht gerade die „Nein-Sager“ gewesen, die z.B. nach dem 2. Weltkrieg für Ihr tapferes „Dagegen Sein“ geehrt und gewürdigt wurden? Sind es nicht gerade z.B. die Gegner der Atomkraft gewesen, die uns den Aufschwung der alternativen Energien beschert haben und damit auch den derzeitigen Wirtschaftsaufschwung unterstützten als die etablierten Parteien immer noch so schwachsinnige und dumpfe Anti-Parolen verbreiteten wie „Strom kommt aus der Steckdose“ (um die damaligen Nein-Sager als Deppen darzustellen). Ist es denn nötig, Gegenstimmen immer gleich zu Feindschaften zu erklären anstatt die Chancen darin zu erkennen? Haben unsere Führungskräfte keine Argument, mit denen sie die Projekte und Entscheidungen der mitdenkenden Bevölkerung plausibel und glaubwürdig erläutern können? Damit könnte man doch einen Konsenz schaffen der diese Projekte tragen würde und – wenn es dann wirklich keinen gibt – einfach auf das eine oder andere Projekt verzichten, was zu unserer derzeitigen  Kassenlage auch eher passen würde.

Ob es der Ausbau der A8 ist, die neuen Salzachbrücken bei Fridolfing und Laufen, die 3. Startbahn von MUC II, die Isentalautobahn, die Laufzeitverlängerung der Atomkraftwerke, Olympia 2018, Stuttgart 21, usw. und so fort. Warum nimmt keiner der betroffenen Politiker die Bevölkerung ernst sondern geht sofort in die (oftmals aggressive) Offensive? Warum wundern sich die Politiker über zunehmende Politikverdrossenheit und mangelnde Unterstützung in der Bevölkerung, wenn man als Wähler von ihnen umworben wird mit Versprechungen, zur Schau gestellter Bürgernähe und hundertfacher Versicherung, dass alles nach der Wahl nun anders würde. Und  dann – als Bürger nach der Wahl – wird man von den gleichen Politikern beschimpft und bedroht, nur weil man seine Rechte wahrnimmt!

Um keine Missverständnisse aufkommen zu lassen: Ich rede hier nicht notorischen Besserwissern das Wort, welche aus Prinzip nur ihre eigenen Ansichten gelten lassen (und die es in jeder politischen Richtung gibt!)  und enthalte mich in diesem Beitrag auch bewusst einem Für oder Wider zu den oben genannten Projekten! Aber: Einfach „Ja-Sagen“ das kann jeder. Mitschwimmen im großen Schwarm hat noch nie tapfere Menschen gebraucht. Aber den Kopf heben, sich eine eigene Meinung bilden und diese dann auch auszusprechen, das bedeutet: Sich auch auszusetzen, sich der Kritik zu stellen. Das erfordert Mut und hat meinen ganzen Respekt.

Übrigens kann es passieren, dass dieselben Politiker, welche „Nein-Sager“ gerade abkanzeln kurze Zeit später pressewirksam Jugendliche auffordern doch endlich „Nein“ zu sagen gegen Drogen, Menschen medienwirksam ermahnen endlich „Nein“ zu sagen gegen rechte Gewalt oder auch mal ein deutliches „Nein“ fordern bei den nächsten Wahlen (natürlich nur gegen die politischen Gegner). Es geht doch 😮

Und hier noch ein Gedicht (nicht von mir!), welches – passend zum Thema – die grundsätzliche Gleichheit von Ja und Nein darstellt und die Notwendigkeit, seinen eigenen, individuellen Weg zu gehen:

Man kann sich nicht ein Leben lang

die Türen alle offenhalten, um keine Chance zu verpassen.

Auch wer durch keine Türe geht, und keinen Schritt nach vorne wagt,

dem fallen, Jahr für Jahr, die Türen, eine nach der andern, zu.

Wer selber leben will, der muss entscheiden,

mit „JA“ und „NEIN“ im Grossen und im Kleinen.

Wer sich entscheidet – wertet, wählt – und das bedeutet auch Verzicht.

Denn jede Türe, durch die er geht, verschließt ihm viele andere.

Man darf nicht mogeln und so tun,

als könne man errechnen und beweisen

was hinter jeder Tür geschehen wird.

Ein jedes „JA“ – auch   bedacht, geprüft –

ist doch ein Wagnis und verlangt ein Ziel.

Das ist die erste aller Fragen: Wie heißt das Ziel,

an dem ich messe „JA“ und „NEIN“ ?

Und: Wofür will ich leben ?

Silvester 2010 – Neujahr 2011

Kaffee auf der Alm

Ein ereignisreiches Jahr geht zu Ende und ich möchte an dieser Stelle allen Menschen danken, die mir und meiner Familie das Leben in diesem Jahr so lebenswert gemacht haben. Es sind – nimmt man sich nur wenige Minuten Zeit – überraschend viele Menschen, die hier genannt werden können. Menschen, die sich in keinster Weise nach Publizität drängen, die nicht wieder gewählt werden wollen und die nichts daran verdienen, etwas Positives zu tun. Menschen, die einfach menschlich handeln, die moralische Werte  vertreten und mitfühlen. Das bewegt mich doch sehr! Euch allen „Herzlichen Dank!“

Im Gespräche bei einer der Familienfeiern „zwischen den Jahren“ kamen wir darauf, dass es – bei all den vielen Medienangeboten – eines noch nicht gibt: Den Sender, der positive Nachrichten bringt – „Radio Positiv“. Das hat mich veranlasst, einfach hier mal eine solche Rubrik einzurichten. Dort möchte ich hin und wieder Informationen bringen, die zeigen, dass nicht alles und jeder schlecht ist auf der Welt. Es gibt sie – die GUTEN NACHRICHTEN.

Das würde  auch helfen im Sinne des folgenden Sprichwortes, zumindest manchmal, das kleine Glück zu finden. Das kleine Glück, welches oft unser Leben positiv verändert und viel öfter präsent ist, als wir es uns im Alltags-Geschehen klar machen:

„Quäle Deine Seele nicht mit dem Nachdenken über Dinge, die unvermeidbar sind!

Grüble nicht über die Sorgen der kommenden Zeit!

Sprich nicht dauernd über unerquickliche Dinge und höre nicht darauf, wenn andere Dir darüber in den Ohren liegen!“

(Japanisches Sprichwort)

Generell

Generell sind dies hier – egal in welchem Themenbereich –  meine ganz persönlichen Ansichten.

Ich schreibe mit Absicht „Ansichten“, denn eine Ansicht kann – verschiebt man den Blickwinkel – jederzeit auch anders ausfallen.

Und davon bin ich überzeugt: Man kann –  ja man soll – Alles aus verschiedenen Perspektiven betrachten und erhält diverse Bilder/Ansichten. Um daraus dann eine eigene, eine tragfähige Meinung zu erstellen, ist es nötig

– den jeweiligen Standpunkt zu erkennen (auch in Relation zu anderen)

– den Wert des Standpunktes zu tarieren (gut recherchiert, mit viel Wissen erworben, fundiert?)

– den Standort auch zu wechseln (und von vorne zu beginnen)

– etwas aus der gewonnenen Ansicht zu machen

Um einen ehrlichen Perspektivenwechsel zu Stande zu bringen, braucht es Empathie, Toleranz, Fingerspitzengefühl und  Intelligenz.

Ich arbeite daran und kann bisher nur eines fundiert sagen: „Ich weiß, dass ich nichts weiß!“

Konjunkturprogramm

(ein älterer Beitrag von Mitte 2009)

Konjunkturprogramm – endlich gibt es was für die Steuerzahler zurück…

Ich freue mich über das Konjunkturpaket der Bundesregierung.

Ich werde die 9 Euro, die dies im Monat für mich und meine Familie durchschnittlich bedeutet, dann ab Juli 2009 – vorher gibt es ja noch keine Krise – sofort in die Wirtschaft pumpen. Evtl. kaufe ich mir 8 Liter Diesel und kann damit dann mal ein wenig herumfahren. Mit meinem “alten” Auto, welches ich dann gegen 2.500 Euro verschrotten lasse. Diese 2.500 Euro reichen dann für eine Jahreskarte bei der Bahn. Und damit beginnt das Leben dann erst richtig. Denn Bahnfahren heißt ja: Abenteuer jeden Tag!

Danke Angela M.!

Der Obama-Effekt

oder: Zu gut um wahr zu sein (ein älterer Beitrag von Anfang 2009):

Das war der erste Eindruck beim Anhören von diversen Reden des Mr. O.

“Was für eine Bürde”, wenn er das wirklich machen möchte. Das war die zweite Reaktion.

Und dann (wenn ich unterstellen darf, dass es da jemand ernst meint, was mir – zugegeben-  sehr schwer fällt nach jahrzehntelanger Abhärtung meines guten Glaubens durch Beamte und Politiker unseres Landes) frage  ich mich: Wie stehen denn unsere Politiker und Manager da,wenn Obama wirklich tut, was er sagt.

– Zukunftsträchtige Energie fördern – während unsere Oberliga die Laufzeit der Atomkraft diskutiert und Konzepte unter Einbeziehung erneuerbare Energien in den Schuhbladen der grossen Energiekonzerne verschwinden.

– soziale Gerechtigkeit in den Focus der Politik stellen – während bei uns das Kindergeld um ein paar Euro erhöht wird, die Verschrottung alter Autos zur Stützung der “bedürftigen” Autoindustrie mit 2.500 Euro gefördert wird, die

– Transparenz für alle politischen Entscheidungen – während bei uns der Bürger mit Absichtserklärungen bombadiert wird, bis er nicht mehr weiß, was nun Wahrheit ist, Wahrheit wird oder Wahrsagerei bleibt

– Programm gegen den Lobbyismus – während bei uns die Einflussnahme der Wirtschaft schier keine Grenzen mehr kennt. Sitzen doch Lobbyisten direkt in den Büros unserer Ministerien und fällen Entscheidungen! Von “Spenden” (natürlich ohne jede Absicht auf Einflussnahme ;o)  mal ganz abgesehen. Strafmaß für Vergegen ürbigens –  im Vergleich zum Mundraub z.B. – ein absoluter Witz

– Integrationsprogramme und Toleranz – während bei uns mit Fremdenfeindlichkeit immer noch Wahlkampf betrieben wird und es einfach nicht vorstellbar wäre, dass ein farbiger Mensch hier Kanzler wird

Na ja – kurz gesagt: ich wünsche mir für Deutschland einen Spitzenpolitiker, der Missstände anpackt und die Menschen begeistern und motivieren kann. Dann ginge es bei uns vorwärts. Umweltbewusstes Leben, Lebensplätze vor Arbeitsplätzen, soziales Miteinander und tolerantes Verhalten,  verantwortungsbewusstes Handeln unserer Manager und Leitfiguren, kritische Auseinandersetzung mit unseren Staats- und Arbeitsmodellen, Weiterentwicklung unserer Kultur und eine lebenswerte Umwelt.

Aber woher solche Leute nehmen?