Mut

Lichtblicke im Leben

Wieviele Menschen doch richtig Mut haben! Ob das die Hundertausenden sind, die in Afrika gegen Staatsmächte auf die Straße gehen und für Gerechtigkeit viel riskieren. Ob das Tausende sind, die sich mit Ihren eigenen Ansichten gegen gängige Meinungen stemmen und so Umschwünge erst möglich machen. Ob das Hunderte sind, die mit Demonstrationen Umdenken anstoßen. Ob das wenige sind, die im sozialen Umfeld auch mal was Anderes vertreten und damit den frischen Wind des Neuen anfachen. Ob das Einzelne sind, die Ihr Schicksal tapfer tragen und damit anderen zum Vorbild werden. Den Mut wünsche ich mir…

Danke Frau Aigner

Danke, das Sie mir erklärt haben, das es Gesetze gibt, welche es tatsächlich erlauben, Firmen, welche Futter vergiften, juristisch zu belangen. Aber das war gar nicht die Frage! Die Frage ist eher, warum Sie, Frau Aigner, als Bundesministerin für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz, nicht schon längst in dieser Richtung tätig geworden sind? Hier vergiften Menschen unsere Nahrung, schaden der Landwirtschaft und Sie schützen die Verbraucher eben nicht. Äußerst unprofessionell Frau Aigner. Jedem Schüler hätte man für so eine „Leistung“ eine glatte 6 erteilt, als Angestellte wären Sie schon lange raus geflogen. Als Ministerin nicht – klar – wohin auch?

P.S. (das hat jetzt nichts mit Autos zu tun, Frau Aigner!): Das Sie uns die Pestizide nun mit dem kleinsten gemeinsamen Nenner der EU ins „Haus“ holen, ist eine Riesensauerei. Dazu fällt mir  nichts mehr ein. Sie sollten vielleicht nochmals über den Sinn Ihres Amtes und Ihres Ministeriums nachdenken („Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz“ und nicht „künstliche Ernährung, weg mit der Landwirtschaft und Verbraucherentsorgung“).

Merkel nach Israel abgereist

Ein Abflug kann so schön sein...

Frau Merkel ist nach Israel abgereist.

Gerade tauchen vor meinem geistigen Auge unendliche Möglichkeiten auf. Die Kruste über der Regierung lichtet sich, Lösungen werden produziert, effektive Gespräche dürfen offen und frei geführt werden. Der Klammergriff der Miss „Teflon“ öffnet sich, man holt Luft und frischer Wind weht durch das Parlament, da… ja, da höre ich, das Sie wieder zurückkommen wird…

Leih mir mal Arbeit

Die Zahl der Zeitarbeiter in Bayern ist dem DGB zufolge weitaus höher als bisher angenommen. Eine vom Gewerkschaftsbund Bayern in Auftrag gegebene Studie kommt auf zurzeit rund 200.000 Leiharbeiter. Laut Bundesagentur für Arbeit lag die Zahl im vergangenen Oktober nur bei 115.000. Doch in deren Statistiken tauchten zum Beispiel konzerninterne Verleihfirmen nicht auf. Zudem steige die Leiharbeit zurzeit stark an, in Nordbayern mehr als im Süden. Darauf weist Bayerns DGB-Chef Jena hin. Nach seinen Worten seien Leiharbeiter zudem oft unterbezahlt. Im Schnitt erhielten sie nur halb so viel Lohn wie regulär Beschäftigte.

Dazu folgendes Szenario: Eine Firma entlässt Angestellte (natürlich um zu rationalisieren, also um „Arbeitsplätze zu sichern“). Die Entlassenen gehen zwangsläufig zur Arbeitsagentur um die eigene Existenz zu sichern. Dort vermittelt man Ihnen einen Job bei einer Leihfirma, die gerade viele Jobs zu vergeben hat. Diese Jobs sind zwar extrem schlecht bezahlt, aber die Agentur zwingt die Leute in diese Leihfirmen, da sonst die Bezüge gestrichen werden. Nun ist man also „Leiharbeiter“ und – es kommt ganz toll – man arbeitet sogar wieder in seiner alten Firma – für die Hälfte und ohne jeden Kündigungsschutz. Wieviele Arbeitsstellen so schon „umgewandelt“ wurden, steht nicht fest, sieht man sich aber die Diskrepanz der offiziellen Angaben zu den Zahlen an, welche der DGB herausgefunden hat (siehe oben), fällt es einem nicht schwer, auch hier ein Dunkelziffer zu erahnen, die einem die Schamesröte ins Gesicht treibt. Was für armselige Spiele werden hier gespielt?

Das Problem mit den Eliten

Beschäftigt man sich mit Problemen irgendwelcher Art (oder beschäftigen einen die Probleme), kommt man zwangsläufig irgendwann auch auf die Frage: Wer ist denn dafür eigentlich verantwortlich? Bei den sogenannten „großen Problemen“ dieser Welt ist dies nicht leicht zu beantworten, da ja oft gar nicht klar ist, wie diese Probleme entstehen, wer involviert ist und schlussendlich, wer Auftraggeber oder Verantwortlicher ist. Diese Zusammenhänge werden auch bewusst verschleiert (Warum wohl?) und können selbst von der Justiz nur selten restlos aufgeklärt werden (Ich unterstelle hier einfach mal den Willen zu Aufklärung! Das wäre aber ein neues Thema, in dem auch eine Festplatte mit Beweisen, Verjährungsfristen, Bestechungsgelder und politische Zugehörigkeiten als Türöffner für bestimmte Funktionen und Ämter eine Rolle spielen würden…). Also bleibt – wie so oft, wenn man Dingen auf den Grund gehen will – die Frage: „Wem nützt es?“ um dem Sachverhalt etwas näher zu kommen. Bei nahezu allen republiküberspannenden Themen kommt man da sehr schnell auf einen Kreis von Menschen, die man nicht so einfach einer Gruppe zuordnen kann, außer man nimmt den Oberbegriff „unserer Elite“ zur Hilfe. Elite, laut Wikipedia: „…Elite (urspr. vom lateinischen electus, „ausgelesen“) bezeichnet soziologisch eine Gruppierung (tatsächlich oder mutmaßlich) überdurchschnittlich qualifizierter Personen (FunktionselitenLeistungseliten) oder die herrschenden bzw. einflussreichen Kreise (Machteliten) einer Gesellschaft. …   Der Elite gegenüber steht die „Masse[1] oder der „Durchschnitt“ („Normalbürger“)…“ . Wesentlich in dieser Definition scheint mir für diesen Artikel hier die Aussage des „mutmaßlichen“. Die Mehrheit der Bürger interpretiert immer noch massivst mit manchen Positionen, Titeln und Herkünften eine überdurchschnittliche Qualifikation. Zu unrecht, wie sich im täglichen Leben herausstellt. Weder ist Familienministerin von der Leyen eine Insiderin in Sachen Familie, noch ist Herr von und zu Guttenberg Spezialist in Wirtschafts- oder Verteidigungsfragen.  Auch ein Herr Ackermann oder ein Herr Sarrazin kämen im Leben kaum weiter, wenn sich alle ihre Angestellten einfach mal verweigern würden. Wie nun diese „Eliten“ zusammenspielen und Einfluss nehmen, dazu hat es in der aktuellen Ausgabe der „Ökologie Politik“ (Magazin der ÖDP = ökologisch demokratische Partei) einen hervorragenden Beitrag gegeben von Prof.  Dr. Michael Hartmann (Hier ist das PDF: Artikel-Prof-Hartmann-OeP149). Der Artikel ist wirklich lesenswert und beantwortet auf drei Seiten (das kann man schon mal lesen!) schnell und gründlich z.B. auch die Frage: „Wem nützt es?“ Rund um dieses Thema bietet die Gesamtausgabe ein breites Spektrum an Antworten (passend zum „Elite-Treffen“ in Davos)!

Bayerischer Zukunftsrat

Irgendwie ist das einfach falsch geschrieben: „Bayerisches Zukunfts Raten“ wäre besser. Diese sogenannten „Hochkaräter“ werden kaum zu anderen Ergebnissen kommen, als die Politiker, Aufsichtsräte und Manager bisher – warum auch? Es sind doch dieselben Leute wie bei allen anderen „zukunftsweisenden“ Entscheidungen – nur mit einem anderen Etikett. Wo soll denn neuer Schwung, neue Ideen oder auch nur eine neue Anregung herkommen? Nein – es soll alles so bleiben wie es ist. Ein Trauerspiel ohne Ende.  Natürlich ist „guter Rat“ teuer, eigentlich unbezahlbar. Aber dieses Rateteam samt seinen Rat-Schlägen werden wir alle noch viel teurer bezahlen.

Und noch ein Loch

300 Kilometer Fahrstrecke durch Bayern und davon über 100 Kilometer auf Strassen, welche wegen massiver Fahrbahnschäden auf 60 oder 70 km/h beschränkt sind. Löcher auf den Autobahnen, Teerstücke auf jeder Landstraße. So sehen Bayerns Straßen derzeit aus. Mir geht es nicht um die Beschränkung der Geschwindigkeit, sondern um die offensichtliche Tatsache, dass unsere Kommunen und der Freistaat in allen Belangen zu wenig investieren, um unsere teuer erkaufte Infrastruktur am Leben zu erhalten. Verkehrsminister Ramsauer hat zwar gerade zugegeben, das die Bahn mit Investitionen seit Jahren zurückliegt und deshalb derzeit einiges im Argen liegt mit Service, Technik und so weiter. Aber – ebenso wie bei der Bahn – fragt man sich, wie der Staat, das Land und die Kommunen Milliarden in größenwahnsinnige, umstrittene und ungesicherte Projekte investieren wollen und auf der anderen Seite die bestehende Infrastruktur sang- und klanglos „den Bach runter“ gehen lassen. Was hilft eine neue Brücke, eine sechsspurige Autobahn, ein Güterterminal, wenn die Zubringer, die Bundesstraßen, die Staats- und Landstraßen sich in Schlagloch übersäte Asphaltgeländestrecken verwandeln. Hier nicht reparieren zu können, weil keine Mittel vorhanden sind und an anderer Stelle – gegen den Willen Vieler – Monsterprojekte mit viel Geld (welches ja real gar nicht vorhanden ist) umzusetzen, das ist wahrlich schizophren.

O – ein Loch

Es ist still geworden – rund um das Ozonloch. Und es nicht größer geworden – das Ozonloch. Eine wirklich positive Nachricht. Vielleicht erleben wir hier die erste erfolgreiche Auswirkung einer weltweiten Aktion: Das Verbot von FCKW! Es hat etwas bewirkt und die tickende Uhr der Zerstörung der Ozonschicht zum Stoppen gebracht. Das sollte allen Hoffnung machen und den Verantwortlichen zeigen, wie es gehen kann. Weiter so 🙂

Paula and Friends

Das ist nicht der Titel einer neuen Rockband sondern eine Bande, die mich und meine Familie rockt. So manches Mal schon haben wir uns die Frage gestellt, warum wir uns das mit den Tieren antun. Tierarztrechnungen, Futter schleppen, Pflegeeinsätze, Notversorgung, Sorgen um Gesundheit und Erziehung, und so weiter… aber es sind die vielen kleinen Glücksmomente, die sie uns schenken, unsere Fellnasen. Sie kamen in unser Leben und haben es zweifellos bereichert. Hier ein paar Sätze zu unseren vierbeinigen Freunden:

Fräulein Paula, genauer gesagt Jasmin Paula von Koppas Hof, ist eine Irish Wolfhound Dame mit 84 cm Schulterhöhe, welche seit über 2 Jahren unser Leben bereichert. Sie lebt mit uns im Haus und ist eine Seele von Hund. Obwohl sie einem explodierten Flokati gleich sieht, schimmert ihre innere Schönheit durch jedes Knopfloch und sie verkörpert das Phänomen „Hund“ nahezu in Reinkultur. Klar sind wir vernarrt in den Hund und sie zaubert uns mehrmals am Tag ein Lächeln ins Gesicht…

Tigger, unser Kater. Geboren wurde  er auf einem Bauernhof und kam über unsere Tochter zu uns. Sie rettete ihn vor der „Entsorgung“ und, weil er damals gestreift war (und blaue Augen hatte), wurde er Tigger getauft. Heute hat er ein tief schwarzes Fell und wenn er irgendwo im Haus ein Plätzchen besetzt hat, um sich stundenlang leise schnurrend von seinen nächtlichen Ausflügen zu erholen, strahlt er eine unglaubliche Ruhe aus. Er ist sehr menschenbezogen und teilt inzwischen auch gerne mal mit Paula die Liegestatt. Man versteht bei ihm auf Anhieb, warum es früher hiess „Kein richtiges Haus ohne Katze“.

Thomas O’Mally, unser zweiter Kater. Er hat sich uns ausgesucht und kam als junger Streuner in unseren Garten. Wir hatten ihn schon ein paar Tage in der Nachbarschaft gesehen, aber er war äußerst scheu und vorsichtig. Eines Tages saß er dann vor unserem Haus und ist für immer geblieben. Er hat sich mit Tigger und Paula arrangiert und die drei leben uns vor, dass man auch mit extrem unterschiedlichen Lebensentwürfen sehr gut und tolerant miteinander leben und umgehen kann.

Unser Chip, Geboren als Zwillling und – äußerst selten – auch lebend durchgekommen. Mama – hier links  im Bild – war Trakehnerstute und Papa ein bayerischer Warmbluthengst. Meist geritten von meiner Tochter und geliebt von uns allen ist Chippi ein absolutes Bewegungstier. Laufen und Kapriolen springen, das ist seine Welt und so sind die Koppelgänge für ihn und seine Stuten (er ist zwar Wallach, aber dennoch bei den Damen „Hahn im Korb“, wenn man das bei Pferden mal so sagen darf) das Höchste und er erfreut uns – trotz mancher gesundheitlicher  Sorgen – mit seiner umgänglichen Art. Auf dem Bild von 2000 steht Chip hier hinter seinem Zwillingsbruder Chap…

Samira – eine original dänische Knabstrupperstute. Mein Reitpferd und inzwischen 19 Jahre alt. Samira ist ein Knabstrupper im barocken Typ. Sie ist also etwas stabiler als ein Warmblüter aber wesentlich leichter gebaut als ein Kaltblutpferd. Das macht sie zum idealen Partner für Kutschenfahrten. Sie ist zwar bis heute kein großer Fan vom Einspannen, was zum Teil  auch daran liegen mag, dass wir erst spät begonnen haben (da war sie schon 14 Jahre), aber sie hat sehr schöne Gänge und es macht mir sehr viel Freude mit ihr durch unsere Landschaft zu fahren. Aber auch bei der Bodenarbeit und unseren Ausritten sind wir ein gutes Team mit viel Freude und Spaß und wir haben uns in den letzten Jahren schätzen und lieben gelernt. Ein Charakterpferd wie es im Buche steht…