Kein Kommentar

Ehrlich – ich hatte mir gaaanz fest vorgenommen zu dem blöden Doktortitel nichts mehr zu schreiben. Aber Mama Merkel reizt mich einfach so. Sie sagt doch tatsächlich in aller Öffentlichkeit, dass es ihr wurscht ist, ob der „von und zu“  geschummelt hat oder nicht. Merkel betont: „…dass für mich die Frage relevant ist, ob Karl-Theodor zu Guttenberg seine Aufgaben als Verteidigungsminister erfüllen kann und ich mich weniger mit seiner wissenschaftlichen Karriere oder seinen wissenschaftliche Fähigkeiten befasst habe, sondern mit seinen politischen…“. Ah ja. Da stellt sich wieder einmal die Frage, was denn diese politischen Fähigkeiten nun eigentlich sind. Wissenschaftliche Fähigkeiten sind es laut Merkel nicht. Glaubwürdigkeit, Ehrlichkeit und Anstand sind es auch nicht (die schließt Sie mit diesem Freibrief gleich mit aus). Vielleicht sollte ich mal da ansetzen, wo Merkel die Fähigkeiten des „von und zu“ vermutet – in seinem  Amt als Verteidigungsminister. Ja – da könnte klar werden, was ein Minister können muss. Da gab es das komplette Programm: Reformieren – also Sparen an der richtigen Stelle.  Aufklären – also wie zum Beispiel bei der Gorch Fock Affäre. Da setzte „von und zu“ den Kommandanten ab – nur zu dessen Wohl. Guttenberg sagte dazu, die Abberufung von Kommandant Schatz sei nicht nur zu dessen eigenem, sondern auch zum Schutz der gesamten Besatzung geschehen. Der Kapitän eines Schiffes dieser Größe müsse „den Kopf frei“ haben, so Guttenberg im Südwestrundfunk. Oh weh, warum nimmt er dann nicht jetzt mal eine Auszeit. Oder besteht in seinem Amt kein Anlass mehr, sich mal so richtig den Kopf frei zumachen? Aber zurück zu den Ministeraufgaben (der Arbeitstag ist ja noch nicht vorüber): Verantwortung tragen. Das klingt gut. Der Verteidigungsminister ist verantwortlich für die Bundeswehr. In diesem Sinne fliegt „von und zu“ alle paar Wochen mal eben nach Afghanistan und lässt sich die Situation dort schildern. Um das glaubhaft zu machen (Ministern glaubt man irgendwie nicht so richtig!) nimmt er den Kriegsberichterstatter Johannes B. Kerner zur Dokumentation mit. Überraschenderweise ist es – trotz dieses persönlichen Einsatzes – nicht gelungen, die Hintergründe des tragischen Todes eines jungen Soldaten zu klären, der sich zuerst selbst erschossen hat, dann doch von einem Kameraden erschossen wurde – oder auch nicht. Mal abwarten bis Kerners Sendung kommt – vermutlich wird da die Lösung vor großem Publikum aus dem Hut gezaubert und die Todesfälle der Gorch Fock gleich mitgelöst.  Na ja, ich sehe schon, so ein Job wäre nichts für mich. Lieber eine wissenschaftliche Aufgabe übernehmen. Einfach sagen, wie es ist und den Menschen kein A (wie „Anfang“) für ein O (so wie bei „oh, da hat das Geld nicht gereicht“) vormachen. Die physikalischen Gesetze akzeptieren statt zu glauben , das man als einziger fliegen kann. Aber vielleicht zeigt uns der Herr Minister doch noch, das er es kann und Mama Merkel hilft ihm dabei. Schubsen hilft (und hinter ihm steht sie ja schon :o)