Das Problem mit den Eliten

Beschäftigt man sich mit Problemen irgendwelcher Art (oder beschäftigen einen die Probleme), kommt man zwangsläufig irgendwann auch auf die Frage: Wer ist denn dafür eigentlich verantwortlich? Bei den sogenannten „großen Problemen“ dieser Welt ist dies nicht leicht zu beantworten, da ja oft gar nicht klar ist, wie diese Probleme entstehen, wer involviert ist und schlussendlich, wer Auftraggeber oder Verantwortlicher ist. Diese Zusammenhänge werden auch bewusst verschleiert (Warum wohl?) und können selbst von der Justiz nur selten restlos aufgeklärt werden (Ich unterstelle hier einfach mal den Willen zu Aufklärung! Das wäre aber ein neues Thema, in dem auch eine Festplatte mit Beweisen, Verjährungsfristen, Bestechungsgelder und politische Zugehörigkeiten als Türöffner für bestimmte Funktionen und Ämter eine Rolle spielen würden…). Also bleibt – wie so oft, wenn man Dingen auf den Grund gehen will – die Frage: „Wem nützt es?“ um dem Sachverhalt etwas näher zu kommen. Bei nahezu allen republiküberspannenden Themen kommt man da sehr schnell auf einen Kreis von Menschen, die man nicht so einfach einer Gruppe zuordnen kann, außer man nimmt den Oberbegriff „unserer Elite“ zur Hilfe. Elite, laut Wikipedia: „…Elite (urspr. vom lateinischen electus, „ausgelesen“) bezeichnet soziologisch eine Gruppierung (tatsächlich oder mutmaßlich) überdurchschnittlich qualifizierter Personen (FunktionselitenLeistungseliten) oder die herrschenden bzw. einflussreichen Kreise (Machteliten) einer Gesellschaft. …   Der Elite gegenüber steht die „Masse[1] oder der „Durchschnitt“ („Normalbürger“)…“ . Wesentlich in dieser Definition scheint mir für diesen Artikel hier die Aussage des „mutmaßlichen“. Die Mehrheit der Bürger interpretiert immer noch massivst mit manchen Positionen, Titeln und Herkünften eine überdurchschnittliche Qualifikation. Zu unrecht, wie sich im täglichen Leben herausstellt. Weder ist Familienministerin von der Leyen eine Insiderin in Sachen Familie, noch ist Herr von und zu Guttenberg Spezialist in Wirtschafts- oder Verteidigungsfragen.  Auch ein Herr Ackermann oder ein Herr Sarrazin kämen im Leben kaum weiter, wenn sich alle ihre Angestellten einfach mal verweigern würden. Wie nun diese „Eliten“ zusammenspielen und Einfluss nehmen, dazu hat es in der aktuellen Ausgabe der „Ökologie Politik“ (Magazin der ÖDP = ökologisch demokratische Partei) einen hervorragenden Beitrag gegeben von Prof.  Dr. Michael Hartmann (Hier ist das PDF: Artikel-Prof-Hartmann-OeP149). Der Artikel ist wirklich lesenswert und beantwortet auf drei Seiten (das kann man schon mal lesen!) schnell und gründlich z.B. auch die Frage: „Wem nützt es?“ Rund um dieses Thema bietet die Gesamtausgabe ein breites Spektrum an Antworten (passend zum „Elite-Treffen“ in Davos)!