Solidaritaet

Solidarität ist kein Fremdwort – selbst in dem sonst so als „unterkühlt“ und „funktionsgesteuert“ bezeichnetem Deutschland.

Da stellen sich plötzlich tausende Studenten in den Dienst von völlig Unbekannten. Sie schaufeln, schuften und schaffen und generieren eine Studentenbewegung, welche selbst eingefleischten „ewig gestrigen“ die Tränen in die Augen treibt (einer von vielen Berichten darüber liest sich in der Süddeutschen so: Süddeutsche)

Da ruft eine Facebookgruppe des VFD (Vereinigung der Freizeitreiter & -fahrer Deutschland e.V.,  www.vfdnet.de) alle Pferdestallbesitzer auf, doch bitte dringend kostenlose Stellplätze für obdachlos gewordene Pferde der Flutopfer zur Verfügung zu stellen und es melden sich ad hoc (bis 6.6.2013) 800 (!!!) Plätze für 2 und mehr Pferde (hier zum Nachlesen in Facebook: www.facebook.com/groups/hochwassertiere/)

Und das sind nur zwei  Beispiele von vielen!!

Das finde ich so schön, das mir die „Wahl-Tourismusbesuche“ unserer Politiker nahezu „am Arsch“ (Entschuldigung, ab er das musste sein) vorbeigehen.

Ich würde mich jedenfalls bodenlos schämen, mich in einer BRK-Jacke ins Krisengebiet fliegen zu lassen (siehe Augsburger Zeitung), um dort halbseidene (quatsch: ganz seidene) Versprechen abzusondern, welche – laut Wahlberatung – ein paar Stimmen bringen könnten.

Sowohl Merkel als auch Seehofer und alle die anderen „Profi-teure“ hätten auf die Flüge verzichten sollen, dann wären schon mal ein paar 10.000 Euro in der Krisenkasse.

Betthupferl

Der Mond ist aufgegangen....

Es gibt ja immer wieder im Leben solche Momente, in denen man Erlebnisse seiner Kindheit wieder findet. Dazu tragen oftmals Gewohnheiten, Riten und Traditionen  bei. Diese zeichnen sich durch Langlebigkeit aus. Zumindest um so lange zu überdauern, bis man selbst den Schritt  von der Kindheit oder Jugend zum Erwachsensein getan hat und diese Gewohnheiten, Riten und/oder Traditionen seinerseits weiterleben lässt. Ob das der Opa ist, der mit eingeschäumten Gesicht zur Rasur schreitet (obwohl man selbst nicht einmal weiß, was da eigentlich und warum rasiert wird), der Geruch von frisch gebrühtem Kaffee, welcher sich durch das Haus zieht und den Beginn des Tages ankündigt (obwohl man am Kaffee selbst noch gar keinen Geschmack gefunden hat) oder auch das Betthupferl. Diese täglichen Geschichten, welche entweder von den Eltern, Grosseltern oder anderen nahestehenden Verwandten am Bett erzählt werden, um die Kinder in den Schlaf zu geleiten. Oder auch die Betthupferl, welche schon seit 1953 in Bayern die Kinder per Radio zu Bett geleiten. Ich finde ja das Wort „Betthupferl“ schon so schön. In manchen Gegenden bezeichnet es eine kleine Süßigkeit, welche das verpönte Zubettgehen etwas versüßen und der pädagogischen Notwendigkeit auch eine positive Note verleihen soll.  Es wird aber auch als Synonym für eine „Gute Nacht Geschichte“ – ähnlich wie das legendäre „Sandmännchen“ des Ostens benutzt und diese wunderbaren Geschichten haben in einigen Familien die selbst erzählte“Gute Nacht Geschichte“ ersetzt. Sie vermitteln – alleine schon durch den Namen – ein Gefühl der Geborgenheit. Ich nenne es mal „Gemütlichkeit“ und setze es gleich mit einem kuscheligen Bett, der Erwartung einer entspannenden Nacht und der Sicherheit eines schützenden Daches im weitesten Sinne. Natürlich hat sich die Sendung im Laufe der Zeit gewandelt, wenn jedoch die Stimme des Sprechers oder der Sprecherin anhebt und es aus dem Lautsprecher tönt „Liebe Kinder! Jetzt kommt Euer Betthupferl…“ dann wendet sich mein Geist der Entspannung zu. Das und anderes würde ich meinen Kindern gerne erhalten – wie auch viele andere Traditionen, Riten und Gewohnheiten. Wenn es also kurz vor 20 Uhr ist, hören Sie ruhig mal rein… und pflegen Sie Ihre Riten, Gewohnheiten und Traditionen.

Respekt

Sonne in Afrika

Da sitzen die Spitzen unserer Politik zusammen und debattieren, wie Sie Banken und Anleger stützen, Fonds und Länder retten und verblasen Milliarden Euro in sinnlosen Projekten, die schlussendlich alle nur die Umverteilung der Mittel von unten nach oben bewirken. Aber keiner dieser Staatslenker samt Ihren Stäben schafft es, vorausschauend tätig zu werden, Hungersnöte im Keim zu erstocken, richtige Weichen zu stellen für das Überleben der Ärmsten in dieser Welt. Keine Statistik, kein Rettungsschirm, keine Schuldenoffensive, keine Fahrzeuge, Hubschrauber oder Schiffe stehen sofort zur Verfügung um Menschenleben zu retten. Natürlich ist mir das Regularium bekannt und ich weiß, das „man“ sich nicht engagiert, wenn nichts zu holen ist. Aber es bringt mich in unheimliche Wut, diese Scheinheiligkeit untätig mit ansehen zu müssen.

Und dann –  innerhalb von 24 Stunden – schaffen es Privatleute, Kinder, Jugendliche, Erwachsene, Rentner, Arbeitslose, Angestellte, Firmen und Alleinverdiener, Hausfrauen und Geschäftsmänner in Bayern, also alle, die man so lapidar als „das Volk“ bezeichnet, für Ostafrika über 3.000.000 Euro (7 Tage später sind es nun schon über 10.000.000 Euro !!) zu sammeln um mit Sternstunden e.V. und dem bayerischen Rundfunk in Afrika die Not zu lindern. Die Not, welche so dringend ist, wie kein anderes Thema, weil sie hunderttausenden das Leben kosten wird, wenn wir nichts tun. Dieses Engagement der Menschen gibt mir Hoffnung und neuen Schwung. Dieses gemeinsame Handeln, Teilen und Mitfühlen nötigt mir größten Respekt ab. Ich freue mich sehr darüber und sehe, das  man doch was bewegen kann. Es gäbe noch viel zu sagen, aber ich möchte es dabei beilassen.

Auf den Hund gekommen

Robin Hund

Wir sind ja schon seit Jahren auf den Hund gekommen, einfach nur so. Einem inneren Bedürfnis folgend und auch wegen der selbst erlebten,  nachhaltig positiven Hundegeschichten im eigenen Elternhaus. Wir wollten uns und unseren Kindern so einen Vierbeiner antun und dann hat er es uns angetan. Alleine die Erzählungen der Kinder heute, welche noch oft mit „Weißt Du noch damals, als Robin (so hieß unser Berner Sennenhund) …“ beginnen, sind jede Mühe wert gewesen, von denen so ein Familienhund natürlich einige bereitet. Ob schmutzige Pfotenabdrücke im Wohnzimmer, Hundehaare an exakt der gereinigten Hose, ein leicht müffelndes Auto,  nervenzehrende Tierarztbesuche, Spaziergänge mit dem typischen Hundebesitzer-Weitblick (kommen aggressive Hunde, kommen ängstliche Mitmenschen, kommen Stellen, die der Hund nicht mag / die den Hund nicht mögen,…?) oder das Handling der Kacketüten und die Gartengestaltung mit etwas seltsamen Grundmustern. Diese Mühen sind, wie gesagt, stets in Unterzahl, wenn man sie vergleicht mit den positiven Erlebnissen, die der Hund einem bereitet. Alleine das Lachen im Haus, der Kontakt zum Hund, der Kontakt zu vielen anderen Menschen, die rudimentäre, aufs Wesentliche gerichtete Lebensweise des Tieres, die natürliche Sicht aufs Leben, die einem der Hund (wieder-)eröffnet und – nicht zuletzt – die Bewegungseinheiten, die man von diesem persönlichen Coach verabreicht bekommt, sind es wert. Faszinierend sind immer wieder die Hunde-Alltagsgeschichten, in denen die variantenreichen Vierbeiner ihren Menschen treuer Partnerersatz sind, Joggingpartner oder auch Freund. Wirklich wunderbar sind die Hunde, die das Leben  darüberhinaus mit Ihren Fähigkeiten bereichern: Suchhunde, Begleithunde, Blindenhunde, Therapiehunde oder Assistenzhunde. Einfach super, liebevoll, berührend,…

Einfach nur Musik – nur Musik…

Die Kraft der Musik wird mir immer wieder bewusst, wenn Melodien und Klänge meinen Geist anregen, Bilder und Filme im Kopf zu produzieren. Wenn die Seele berührt wird, Gefühle sich regen, die tief gehen und bewegen. Ob das Klassik ist oder Pop, Soul oder Volksmusik, Filmmusik oder Chorstücke – gute Musik ist Lebensqualität. Hier ein kleines Stück Musik pur, ohne Glamour und ohne Fernsehshow. Einfach ein paar Minuten Freude:

Lasst Blumen sprechen

Das Gänseblümchen - Zeichen der kindlichen Unschuld

Ich weiß – der Valentinstag ist schon vorbei. Ich wollte aber auch nicht der holländischen Blumenindustrie auf die Sprünge helfen, sondern habe zufällig mitbekommen, dass verschenkte Blumen etwas mehr sagen, als der unaufgeklärte Betrachter damit verbindet. Um Missverständnisse zu vermeiden sollte man also evtl. ein wenig darauf achten:

Schenkst Du Brunnenkresse (etwas ungewöhnlich, aber mei…) sagst Du damit: „Du entscheidest über mein künftiges Glück!“. Übergibst Du etwa Geranien soll das sagen: „Ich erwarte dich an der bekannten Stelle!“ (Super – wo war das gleich?). Entscheidet man sich als Schenker für eine Eibe, soll das heißen: „Ich liebe dich ewig!“ und das ist hier auch nötig, denn das Ding ist giftig und schickt den Genießer in die ewigen Jagdgründe. Bekommt man Sonnenblumen, sollte die Botschaft entweder sein „Ich habe nur Augen für Dich!“ (paßt also perfekt, wenn man seinen Optiker besuchen will) oder auch „Laß uns nur heitere Stunden leben!“ In jedem Fall irgendwie positiv! Bekommt man hingegen Kletten sollte man etwas loslassen können. Denn damit soll „durch die Blume“ gesagt sein, „…dass man zu stark klammert“. Mit Ahorn wird „Zurückhaltung“ assoziiert (die auch nötig ist, denn das Geld kann man noch brauchen: das Teil kann beträchtliche Höhen erreichen und setzt schon ein etwas größeres Wohnzimmer voraus). Gänseblümchen bedeuten die „kindliche Unschuld“ des Überbringers, Schilf fordert quasi eine Entscheidung ein (habe ich auch noch nie verschenkt :o), Kornblumenschenker „geben die Hoffnung nicht auf“ oder (es gibt hier mehrere Deutungen) „betonen die Zartheit“ (von wem oder was auch immer).  Rosenbotschaften sind so vielfältig wie die Farben der Blumen: rot = Liebe, gelb = Eifersucht, schwarz = Trauer, weiß = Treue, blau = Unerreichbarkeit. Aber Vorsicht: die Rosen passen sich farblich nicht den Tatsachen an. D.h. auch hier kann geschummelt werden! Lindenblüten sollen heißen: „Träume süß und denk an mich!“ In diesem Sinne…

Ich denke oft an Winnetou…

Titel eines berühmten Karl May Klassikers

Ich möchte mich an dieser Stelle bedanken. Bedanken für die vielen Stunden, in denen ich mit Euch reiten durfte.  Für die vielen Stunden, in denen ich Unterschlupf in Eurer Welt gefunden habe. Wenn es hier drüben mal wieder etwas ruppig wurde, kalt und ungerecht dann habt Ihr mich mitgenommen auf Eure Reise durch das alte Amerika, durch Asien und Afrika. Mit Euch, Kara Ben Nemsi und Old Shatterhand, Winnetou und Hadschi, durfte ich auf den besten Pferden reiten, am Lagerfeuer sitzen, die wildesten Abenteuer erleben und Euer Leben teilen. Ihr wolltet nichts von mir wissen, wart stets ohne Vorurteile und habt mich genommen wie ich war. Echte Blutsbrüder eben.

Und Dir Karl May, Danke für die Türe, die Du mir geöffnet hast. Das Lesen Deiner Bücher (die ich heute natürlich mit anderen Augen sehe) hat mir das Lesen eröffnet und die Türe in eine Welt der Phantasie, in der einfach Alles möglich ist, weit aufgestoßen. Gerne – fast liebevoll – denke ich an die Freiheit zurück, die ich beim Lesen Deiner Bücher empfunden habe. Meinen Jubel, wenn die Gerechtigkeit siegte, den Schmerz, wenn Mensch und Tier leiden musste, die Verwunderung ob der Wunder dieser Erde, die wir quasi zusammen bereisten. Dir, dem Schriftsteller meiner ersten intensiven Lesestunden, widme ich noch heute, 40 Jahre später, so manchen Gedanken, wenn ich Länder bereise, die den Schilderungen Deiner Bücher nahe sind. So manchen Gedanken, wenn ich auf dem Rücken eines Pferdes  den Wind auf dem Gesicht spüre und tiefe Dankbarkeit, wenn ich daran denke, an wie vielen Tagen Du mir Trost und Zuflucht warst. Danke Karl…

Eselchen

Man muss kein Esel sein, um Erfolg zu haben – aber er hat ihn. Hermann sorgt für eine Verbesserung der Stimmung im Polizeihauptquartier Char Darah in Afghanistan. Hermann – der Esel, eigentlich mal als Nutztier gedacht, vertreibt den Soldaten in Afghanistan nicht nur die Zeit, sondern lenkt sie auch etwas vom gefährlichen Job ab. Er hat dafür ein sicheres Plätzchen innerhalb der Mauern des Postens gefunden und revanchiert sich allein schon durch seine Anwesenheit. Natürlich gab es in der jüngsten Vergangenheit auch andere „Ablenkungsmanöver“ (Das passt hier aber irgendwie gut!) wie z.B. dasjenige des Herr von und zu nebst Gattin und Hof-Na..na – Berichterstatter, oder auch der andere Esel. Na, wie hieß er noch…

http://www.youtube.com/watch?v=ehtBSufEv30

Umsteigen leicht gemacht

Es ist übrigens extrem einfach, den Stromanbieter zu wechseln. Um sich vorher ein Bild zu machen, was das kosten wird, und einen passenden Anbieter nach eigenem Gusto zu finden, muss man einfach mal einen Blick auf die eigene Stromrechnung werfen. Daraus kann man den Stromverbrauch entnehmen (in kWh). Dann in eine Suchmaschine hier im Netz z.B. „Stromanbieter wechseln“ eintippen, und schon geht es los. In kürzester Zeit kann man sich einen  passenden Anbieter aussuchen und wird überrascht sein, wieviele innovative Anbieter es gibt und wie freundlich die sind 🙂  Der Wechsel selber ist – bis auf eine Unterschrift – keine Arbeit, denn das erledigen alles die neuen Anbieter – absolut problemlos! Es ist also kein Problem von atomerzeugtem Strom auf andere Erzeuger umzusteigen – einfach mal den Hintern bewegen. Der grünste Strom ist (Achtung: Binsenweisheit – aber wahr!) übrigens der Strom, den man nicht verbraucht. Diese Seite hier wird übrigens mit Wasserkraft betrieben: Info zu grünen Energie von Host Europe

Mut

Lichtblicke im Leben

Wieviele Menschen doch richtig Mut haben! Ob das die Hundertausenden sind, die in Afrika gegen Staatsmächte auf die Straße gehen und für Gerechtigkeit viel riskieren. Ob das Tausende sind, die sich mit Ihren eigenen Ansichten gegen gängige Meinungen stemmen und so Umschwünge erst möglich machen. Ob das Hunderte sind, die mit Demonstrationen Umdenken anstoßen. Ob das wenige sind, die im sozialen Umfeld auch mal was Anderes vertreten und damit den frischen Wind des Neuen anfachen. Ob das Einzelne sind, die Ihr Schicksal tapfer tragen und damit anderen zum Vorbild werden. Den Mut wünsche ich mir…