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Wenn man verfolgt, was über Schulen und Lehrer, Schulssysteme, Schulreformen, Neubauten und Geld in der Presse berichtet wird, möchte man meinen, Bayern sei eines der innovativsten Länder der Erde, was die Schulbildung angeht. Hier z.B. der Schlagabtausch des selbsternannten „Schulbaumeisters“ Spänle (bay. Kultusminister), der soviele Lehrer wie noch nie eingestellt hat. Hier die Aufstellung zum selben Problem vom BLLV (Bay. Lehrerinnen und Lehrer Verband) oder auch die Pressemitteilungen vom bay. Philologenverband. Einfach nicht zu überschauen und – selbst für Mathematiker – nicht mehr nachzuvollziehen. Ich würde mir wünschen, das die Herrschaften im Ministerium sich doch einfach mal Informationen aus erster Hand besorgen sollten. Es geht ja schlußendlich nicht um die Rechtfertigung Ihres Haushaltsentwurfes sondern um das, von der CSU so hoch gelobte, Ausbildungssystem in Bayern. Es geht um unseren Rohstoff Nummer 1: die gut ausgebildeten Fachkräfte, oder? Zahlen sind geduldig und können – gerade beim Prozentrechnen – die unglaublichsten Kunststückchen. Reden Sie doch mal mit den Lehrern und Schülern. Eindeutige Aussage: Schlechter geht es kaum noch. Stunden fallen in Massen aus, der Stoff wird komprimiert (ein einfaches Wort für: lernt das dann mal zu Hause!) und Frust an allen Ecken und Enden. Von G8, Schulzusammenlegungen, langen Schulwegen, geschlossenen Schulen, Renovierungsstau, gestressten Lehrern und genervten Eltern war hier noch gar nicht die Rede. Ach ja, die lieben Schüler hätte ich ja fast vergessen – ist aber auch nichts Neues. Euch, liebe Schüler ist dieser Spruch gewidmet: „Nicht in der Schule, sondern zuhause lernt man!“ (oder so ähnlich…)